Soll ich meine Domain als Einzelperson oder als Unternehmen registrieren?


Domainnamen sind für viele Personen ein Buch mit sieben Siegeln, da man sich in der Regel nur äußerst selten mit dieser Materie befassen muss. Aber es ist absolut notwendig sich ordentlich um den eigenen Domainnamen zu kümmern, sonst könnte er schneller weg sein, wie man gegoogelt hat wie man Domain schreibt. Eine dieser wichtigen fragen ist, ob man sich selbst als Domaininhaber angeben soll oder das eigene Unternehmen.

Am wichtigsten ist, dass du einen Identitätsnachweis erbringen kannst, falls die Vergabestelle ihn verlangt. Wenn Angaben gemacht werden, die du nicht vorweisen kannst, kann die Domain im schlimmsten Fall widerrufen werden. Wenn es aber ein echtes Unternehmen gibt, sollte ein Domainname normalerweise auf dessen Namen registriert werden und nicht auf eine Einzelperson.

Das war die absoltute Kurzfassung, aber es gibt natürlich noch wichtige Details und sogar eine Ausnahmen in der du den Domainnamen nicht im Namen deines Unternehmens führen willst, aber bevor wir uns diese ansehen, sollten wir uns kurz anschauen, was Domainbesitz überhaupt bedeutet:

Wie die Domaininhaberschaft definiert wird

Ob du es glaubst oder nicht, der Domaininhaber ist nicht unbedingt die Person, das Unternehmen (oder was auch immer in deiner Situation zutrifft), die rechtlich für dein Kundenkonto bei der Domainregistrierungsstelle verantwortlich ist.

Das ist sehr wichtig zu wissen. Ich hatte schon so viele Fälle, in denen Leute einfach angenommen haben, dass sie der rechtmäßige Besitzer eines Domainnamens sind, nur weil das Kundenkonto auf ihren Namen lief.

Das ist jedoch nicht der Fall.

Du findest hier einen vollständigen Artikel darüber, wer eine Domain registrieren kann und somit Inhaber ist:
Domain Basiswissen: Wer kann eine Domain registrieren?

Nur die Kontaktdaten des Inhabers werden überprüft, wenn es um rechtliche Dinge geht. Wenn zum Beispiel jemand behauptet, der Inhaber zu sein, prüft dein Domain-Registrar oder die Registrierungsstelle den WhoIs-Eintrag und wenn er deinen Namen enthält, gehört die Domain dir. Steht dort der Name des Anspruchsstellers, gehört sie ihm (es sei denn, du willst vor Gericht gehen – zum Beispiel, wenn du nachweisen kannst, dass du die Markenrechte am verwendeten Namen hältst).

Häufiges Problem mit Domainbesitz: Mitarbeiter als Besitzer gesetzt

Eine Situation, von der ich immer wieder höre, sind Unternehmen die, die Aufgabe der Domainregistrierung an einen der Angestellten übertragen haben, welcher dann den Domainnamen auf seinen eigenen Namen registriert hat. Anstelle des Unternehmens.

Damit sind, wie wir erfahren haben, de jeweiligen Angestellten die rechtlichen Inhaber der Domain.

Nicht immer steckt eine böse Absicht dahinter, den Domainnamen nicht unter dem Namen des Unternehmens zu registrieren. Es könnte sein, dass der oder die Angestellte die vollständigen Kontaktdaten des Unternehmens gerade nicht zur Hand hatten oder die persönlichen Kontaktdaten benutzt haben, weil sie in Eile waren.

Aber wenn der Mitarbeiter das Unternehmen irgendwann verlässt, kann er den Domainnamen mitnehmen. Und du hättest es sehr schwer, ihn zurückzubekommen. Wenn du Glück hast, hast du Kopien der Korrepsondenz, in dem der Auftrag erteilt wurde, die Domain für das Unternehmen zu registrieren, und kannst so beweisen, dass sie dir (oder besser gesagt dem Unternehmen) gehört und nicht dem ehemaligen Mitarbeiter.

Du siehst, es ist furchtbar wichtig, sicherzustellen, dass der Domaininhaber richtig eingestellt ist. Auch wenn du dich mit Internetangelegenheiten nicht sehr gut auskennst, solltest du denjenigen, den du mit der Aufgabe betraut hast, bitten, dir kurz zu zeigen, was er gemacht hat und wie er es gemacht hat. Das kann dir eine Menge Nerven und eine Menge Geld ersparen, denn Domainnamen sind immaterielle Güter, die Tausende wert sein können. Außerdem kann der Verlust eines Domainnamens einen großen Schaden für deine Marke bedeuten: Kunden sind an deinen Domainnamen gewöhnt.

Wann solltest du die Unternehmensdomain unter deinem Namen registrieren

Wie in so ziemlich allen Fällen gibt es auch hier Ausnahmen von der Regel und somit von der oben genannten Empfehlung die Domain im Namen der Firma zu registrieren:

Ein guter Grund, warum du deine Domains nicht unter dem Namen deines Unternehmens, sondern auf deinen individuellen Namen registrieren solltest, ist, wenn du sichergehen willst, dass der Domainname nicht Teil des Unternehmensvermögens ist.

Auf diese Weise würde sie in deinem Besitz bleiben, falls dein Unternehmen Konkurs anmeldet. Wenn die Domain auf den Namen deines Unternehmens läuft, wird sie verkauft und der Erlös fließt in die Liquidationsmaße ein um die Gläubiger zu bedienen. Aber wenn die Domain in deinem persönlichen Besitz ist, bleibt sie dir erhalten solange ein Gericht nichts anderes beschließt.

Wie überprüfe ich den Domainbesitz

Bis vor nicht allzu langer Zeit war es recht einfach zu überprüfen, wer der Inhaber eines Domainnamens ist. Du hast einfach das entsprechende WhoIs-Verzeichnis der jeweiligen Domain-Erweiterung (.COM, .NET, etc.) überprüft. Aber seit ein paar Jahren bieten viele Domain-Endungen solche Informationen im WhoIs-Verzeichnis nicht mehr an.

Das liegt an den immer strengeren Datenschutzrichtlinien auf der ganzen Welt (wie der 2018 in Kraft getretenen GDPR der EU).

Wie kann man also heutzutage auf einfache Weise den Domaininhaber überprüfen?

Es gibt leider keinen einfachen Weg mehr. Aber die gute Nachricht ist, dass du immer noch herausfinden kannst, ob du Domaininhaber bist:

  • Überprüfe das WhoIs-Verzeichnis und kontaktiere den dort angegebenen Domain-Registrar. Dieser wird dir nach der Überprüfung sagen können, ob die Domain unter deinem Namen läuft. Wenn nicht, werden sie dir sagen, dass es ihnen leid tut, aber sie es dir nicht sagen können. Und das können sie aus rechtlichen Gründen wirklich nicht.
  • Wenn du Schwierigkeiten hast, den Domain-Registrar zu erreichen, kannst du auch versuchen, bei der Registrierungsstelle nachzufragen – also bei der nächsthöheren Behörde (wenn du dich für die verschiedenen Parteien interessierst, die an der Domain-Registrierung beteiligt sind ist dieser Artikel für dich). Sei darauf vorbereitet, dass du zur Domainregistrierungsstelle zurückgeschickt wirst (es sei denn, der Registrar bleibt länger unerreichbar)

So oder so erfährst du also, ob du der Domaininhaber bist oder nicht. Aber du wirst nicht herausfinden, wer es ist, wenn du es nicht bist.

TLDVerzeichnis
länderspezifische, wie .DE, .FR, .CH, etc.individuell*, aber du kannst hier die meisten abfragen:
whois.com
generische, wie .COM, .NET, .ORGindividuell*, aber du kannst hier die meisten abfragen:
lookup.icann.org
Du kannst im Normalfall einfach online nach „whois lookup“ + „.COM“ oder ähnlichem suchen

Es empfiehlt sich weiter bei der verantwortlichen Registrierungsstelle einen Dispute-Antrag einreichen. Somit wird die Domain bis zu Klärung vor Transfers geschützt und somit verhindert, dass der Inhaber weiter gewechselt wird. Für .DE Domain kannst du hier direkt das Online-Formular verwenden, ansonsten kannst du kurz nach „Dispute“ und „.COM“ googlen, oder was auch immer bei dir zutrifft.

Jetzt solltest du bescheid wissen, wenn du als Registrant/Inhaber deiner Domain eintragen solltest, um unliebsame Situationen oder gar ein bitterböses Erwachen zu vermeiden.

Tatsächlich sind diese extremen Fälle eher selten zu beobachten, aber sie sind eine Gefahr. Obendrein noch eine, die du sehr leicht ausschließen kannst.

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